Girl On The Train

41UwjvGkQAL._SX312_BO1,204,203,200_Titel: Girl On The Train
Autor: Paula Hawkins
Erscheinungsjahr: 2015
Seiten: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 3764505222

Inhalt: Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Meinung

Ich habe viele Kritiken angeschaut und mir viele Meinungen eingeholt, bevor ich das Buch selbst gelesen habe. Als ich das Buch anfing zu lesen, musste ich dem zustimmen, was mir fast alle gesagt hatten: Das Buch ist total überhyped.
Genau das finde ich auch. Aber ich glaube, für mich hat das eine andere Ursache. Die meisten sagten, dieses Buch wäre überhyped, weil es langweilig und nichts Neues wäre. Ein 0815-Krimi. Ich finde es aber nicht schlimm, wenn sich ein Autor bekannter Konstellationen oder typischer Krimi-Charaktere bedient, deswegen muss das Buch noch lange nicht schlecht sein. Ausschlaggebend ist für mich die Art und Weise wie es geschrieben ist.

Leider hat Paula Hawkins einen Schreibstil, der zwar gut „weg zu lesen“ ist wie ich immer so schön sage, aber meiner Meinung nach einfach schlecht ist. Jedenfalls zu schlecht, um eine gute Atmosphäre aufzubauen und Charaktere so zu beschreiben, dass man sie lieb gewinnt. Besonders Letzteres ist ihr meines Erachtens nach ordentlich missglückt. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei dem mir so viele Charaktere auf einmal unsympathisch sind.

An ihrem Schreibstil hat mich weiterhin gestört, dass er so platt scheint. Ich meine, es fühlt sich nicht so an, als wäre da mit Herzblut geschrieben worden. Ich musste öfter die Stirn runzeln, weil ich manche Beschreibungen so merkwürdig oder unpassend fand.
Dabei geht es mir nicht darum, was ich persönlich mag, sondern dass ein Buch mich mit Wörtern Dinge fühlen lassen muss und das ist bei dem Buch nie passiert. Ich fand es auch okay, dass Rachel mir nicht sympathisch war, schließlich ist sie Alkoholikerin und verhält sich dementsprechend. Aber auch ihr altes Ich, das ab und zu beleuchtet wird, kann ich nur schwer greifen. Für all das mache ich ihren Schreibstil verantwortlich, denn die Geschichte an sich finde ich eigentlich ganz spannend.

Bewertung

Ein guter Krimi für zwischendurch, aber wenn man überrascht, oder von Schreibkunst in den Bann gezogen werden will, dann sollte man das Buch beiseite legen.

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